Negative Gefühle einfach mal fühlen

In der Spiritualität läuft man schnell Gefahr, dass man seine negativen Empfindungen gleich weg haben will, indem man Frequenzen hört, um seine eigene Frequenz zu steigern oder sich sofort positive Musik anhört, dass man gar nicht in ein Tief kommt.

Das Ganze hat Vor- und Nachteile. Natürlich ist es schön für einen selbst, wenn man keiner Negativität ausgesetzt wird. Zeitgleich haben aber negative Gefühle, wie Wut, Trauer, Neid, etc. eine Funktion. Denn sie weißen uns auf etwas hin.

Sind wir traurig, gehören die Tränen geweint. Das hilft beim Loslassen eines Themas immens. Manchmal reicht es auch, wenn man sich einfach mal stundenlang ausweint. Ein trauriger Film nach dem Anderen, damit man alles rauslassen kann. Sind wir wütend, sollte man sich fragen, warum. Woher kommt diese Wut? Wurde eine innere Grenze von uns überschritten? Haben wir diese Grenze schon mal kommuniziert? Ist „einfach mal wieder das innere Kind getriggert“?

Neid ist, für mich persönlich, ein spannendes Gefühl. Mal hinterfragen, worauf ich denn eigentlich genau neidisch bin? Fehlt mir das in meinem Leben? Was genau löst das Gefühl gerade in mir aus und weist es mich vielleicht in eine Richtung, die für meine Zukunft wichtig ist?

Daran zu glauben, dass alles gut wird und dass das Universum einen Plan für dich hat. Das ist schön und gut. Doch das bedeutet nicht, dass man keine schlechten Tage haben kann. Das bedeutet nicht, dass Menschen scheiße sein können. Du darfst dich noch verletzt fühlen und das auch zeigen. Sei hin und wieder trotzig und lass deine Gefühle einfach raus. Das bedeutet nicht, dass du in deiner Reise nicht weitergekommen bist.

Du bist immer noch ein Mensch, trotz deiner weiten Reise in dein höheres Selbst.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten