Eine Minute ist lang

Zeit ist etwas so Subjektives. Ich denke daran, wenn ich bald zuhause sein muss oder viele Dinge im Kopf habe, die ich noch erledigen muss. Dann rennt die Zeit wie im Flug und ich empfinde wirklich Stress. Bin ich jetzt aber dabei eine Minute eine Planke zu machen oder eine Minute zu meditieren. Mann, das ist eine Minute ganz schön lange.

Warum haben so viele von uns verlernt eine Minute als lang zu empfinden? Wieso ist ein ständiger Perfektionismus in unserem Kopf verankert, der andauernd einen bitteren Beigeschmack mit sich bringt?

Warum sind wir so streng zu uns und fühlen uns nach allen möglichen Dingen schlecht? Wenn ich traurig bin und eine Tafel Schokolade esse, empfinde ich ein schlechtes Gewissen. Eigentlich sollte ich mich danach freuen, weil ich etwas für mein Wohlbefinden getan habe (vielleicht nicht jeden Tag eine Tafel Schokolade aber man versteht den Vergleich, oder).

Es ist nicht nur das für den Körper gut, was für den „biologischen Körper“ gut ist, sondern es geht auch um unser mentales Wohlbefinden. Und das wäre wesentlich besser, wenn wir einfach mal zurückschrauben. Dann ist der Haushalt eben nicht jeden Tag gemacht. Dann bestell ich mir halt mal was von draußen, weil ich zu faul bin zum Kochen. Dann lieg ich mal den ganzen Tag im Bett und schaue Serien (für die ohne kleinen Kinder versteht sich).

Auch in der Arbeit. Man hat den Druck, das man das schon erledigt haben soll. „Um die Uhrzeit muss ich die und die Aufgabe dann erledigt haben“ – und wehe man ist eine Minute zu spät dran. Dann fängt das Herz schon an zu rasen. Anstatt, dass man sich auch da mal bewusst mit dem Moment beschäftigt und sich in Erinnerung ruft „eine Minute ist lang. Ich kann in einer Minute viel schaffen, ohne mein Herz zu belasten.“

Nimm dir Zeit für dich selbst. Atme tief durch und mach eine Minute eine Planke. Dann erinnerst du dich, wie lange eine Minute eigentlich ist.

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