totales Chaos und komplette Überforderung

Als Mama kennt man die Schübe von seinem Kind. Man hat das Gefühl, dass man jetzt den Dreh raus hat und zack! Schon sind sie in einer neuen Phase und plötzlich rudert man wieder planlos umher und versucht seinem Kind gerecht zu werden. Das ist insofern keine leichte Aufgabe. Wenn dann aber noch der Arbeitsbeginn gestartet hat, das Kind nun umso mehr die Mama braucht, der Haushalt gefühlt im Stundentakt neu zu machen ist, das Essen noch gekocht werden muss und der Einkauf noch nicht erledigt ist, dann wird die Aufgabe wirklich schwierig.

In meinem Fall ist das gerade eine schwierige Phase und ich versuche mir selbst den Druck rauszunehmen. Denn wem schadet es wirklich, wenn es mal nicht sauber ist? Ist es wirklich so schlimm, wenn mal nicht gekocht wird, sondern man sich etwas von draußen nimmt? Hat man tatsächlich versagt, wenn man einen Tag sein Training sausen lässt und sich etwas gönnt?

Das Interessante ist, dass ein Tag eigentlich 24 Stunden hat. In diesen 24 Stunden könnte man eigentlich sehr viel erreichen, doch wenn der Kopf so voller Gedanken ist, verläuft die Zeit wie im Flug – nur damit zu denken und irgendwie bekommt man nichts weiter. Nicht mal, wenn man etwas tut. Es fühlt sich so an, als würde nichts passieren. Also, habe ich für mich (und vielleicht auch für dich) die Lösung gefunden.

Der Kopf muss leer werden. Wenn die Gedanken weg sind, sind die hohen Anforderungen an sich selbst weg und damit verschwindet auch der Stress. Dafür brauchen wir nur eine einzige Minute der Meditation. Eine einzige Minute in der man sich auf seinen Atem konzentriert. Beobachtet wie sich seine Brust oder sein Bauch hebt und senkt. Das war’s. Schon löst sich der Nebel und man kann klar denken. Die Profivariante ist, dass man danach auch noch 5 Minuten Yoga macht und die Verspannungen in seinem Körper bekämpft.

Aber wirklich. Vor 30 Minuten war ich unfassbar reizüberflutet. Ich sah nur Chaos in meinem Haushalt (das sich jetzt eigentlich gar nicht mehr so schlimm anfühlt), die Verpflichtungen, die noch nicht erledigt sind (die ich mir selbst in meinen Kopf gesetzt habe) und die Momente des Tages, die ich besser machen hätte können (die aber auch schon vorbei sind). Dann habe ich beschloßen 2 Minuten zu meditieren und Yoga zu machen und sofort war der Druck weg. Heute muss gar nichts mehr erledigt werden, außer dass ich mir die Zeit nehme noch etwas mit meinem Kind zu spielen und zu kuscheln und ich mir einen Kakao mache und dabei ein Buch lese. Der Rest ist morgen auch noch da. Und damit wünsche ich dir einen schönen Abend und erlaube dir selbst eine Pause und tu dir etwas Gutes.

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