Heute Morgen sah ich ein Zitat in einem Schaufenster, das mich inspiriert hat: „Ich bin ein spirituelles Wesen in einem menschlichen Körper mit menschlichen Erfahrungen.“
Dieser Spruch blieb mir im Kopf hängen und ließ mich den ganzen Vormittag nachdenken. Darüber wie selten ich diesem menschlichen Körper dankbar bin. Wie oft ich ihn vergifte mit den Lebensmitteln, die ich esse und trinke.
Letztens führte ich ein Gespräch mit meiner Schwester, wo wir zum Beispiel über Alkohol gesprochen haben. Darüber, dass wir Beide wissen, dass er uns schadet und doch gehört er zu einem gemütlichen Zusammensitzen in der Runde am Wochenende irgendwie dazu. Denn man kennt’s doch… Man ist schlecht gelaunt und nachdem man sich ein paar Gläser genehmigt hat, ist die Laune besser. Oder man sitzt in der Runde und aus Langeweile wird nach ein paar Gläsern plötzlich ein wirklich lustiger Abend. Oder man wird blöd angemacht, wenn man nichts trinkt und somit lässt man sich verleiten und im Endeffekt hatte man ja dann Spaß. Da ist nichtmal der Kater am nächsten Morgen Grund genug sich den Spaß entgehen zu lassen.
Dahinter steckt die positive Assoziation mit dem Trinken. Das Gleiche gilt fürs Rauchen. Der untragbare Stress wird ja nur besser nachdem man eine Zigarette geraucht hat. Die Tatsache, dass all das im Grunde genommen Blödsinn ist und man auf Dauer seinen Körper vergiftet weiß man ja eigentlich selbst und wehe man wird zu oft darauf angesprochen, denn dann hört man erst recht nicht damit auf.
Und das Thema zieht sich durch so viele Rubriken. Klar Alkohol, Nikotin, Drogen, Junk Food, zuckerhaltige Getränke und und und. Wir alle kennen die Gifte, doch wir alle lieben zumindest ein paar davon.
Ich als Krankenpflegerin habe schon unzählige Male mit den wahren Folgen dieser Drogen zu tun gehabt. Ich konnte den Leuten in die Augen sehen, die sich ihren Körper wortwörtlich kaputt gemacht haben mit dem Verzehr von zu viel Giften über einen zu langen Zeitraum. (Natürlich kann man den Leuten selbst nicht die Schuld geben an ihrer Krankheit, aber in vielen Fällen ist nachgewiesen, dass die Einnahme gewissen Substanzen einen großen Beitrag an den Krankheitsbildern geleistet haben). Und dennoch fällt es mir selbst schwer meinem Körper hauptsächlich gut zu behandeln. Zumindest aber denke ich über das Problem nach.
Mein großes Glück war die Geburt meiner Tochter. Ich verstand meine Vorbildfunktion gegenüber ihr und konnte mein Verhalten ändern. Seither nehme ich wesentlich mehr Obst und Gemüse zu mir, mache täglich Yoga und genieße die Effekte, die es auf meinen Körper hat. Außerdem gehe ich täglich mit ihr in Ruhe spazieren, wo ich bewusst mein Handy von mir fern halte. In dieser Zeit kann sie natürlich am besten einschlafen und ich könnte mit meinen Gedanken womöglich einen kompletten Podcast ausfüllen. Die frische Luft, die Ruhe, das Kopf ausschalten, den Wind genießen oder die Sonne auf der Haut spüren. Das sind die angenehmen Momente im Leben, die uns durch die Schnelllebigkeit und die Sucht nach jeglichen Dingen genommen wird.
Doch hiermit fordere ich dich auf: Verpass nicht die Schönheit der Ruhe und eines gesunden Körpers.
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