Pläne – ein Fluch oder ein Segen?

Ich gehe mal davon aus (oder ich hoffe es), dass wir es alle kennen: plötzlich verspüren wir absolute Sicherheit bei einem Thema und wir können endlich einen Plan aufstellen. Und dann ist das Leben einfacher und qualitativer, denn wir haben ja etwas woran wir uns orientieren können und somit im Vorfeld alles organisieren können.

Und das funktioniert zwei Tage ganz toll und dann passiert es: etwas Spontanes steht an und der Plan ist hinfällig. Oder unterbrochen? Fange ich den selben Plan wieder an? Vielleicht war der Plan doch nicht so perfekt? Wie könnte ich den Plan dann perfektionieren?

Schon wird der Plan umstrukturiert, vielleicht passt er diesmal sogar für eine Woche und dann ist er wieder hinfällig. Meistens ist es dann doch tatsächlich so, dass man zu einem Ursprungsplan zurückkommt, nur um dann festzustellen, dass er nach einer Woche doch nichts taugt.

Doch die Frage in meinem Kopf ist: Sind Pläne im Allgemeinen gut? Helfen sie uns zur Sicherheit und zur Stabilität? Wird unser Leben dadurch besser? Oder nimmt es uns die Möglichkeit spontan zu handeln? Brauchen wir Pläne wirklich, damit wir „günstiger“ durchs Leben kommen? Mehr erleben an unseren Tagen? Was wenn wir für die Woche drei Verabredungen ausmachen und im Endeffekt haben wir kein Interesse daran? Tun wir uns dann etwas Gutes?

Wenn wir uns einen Speiseplan für eine Woche erstellen und danach Einkaufen gehen – hat es uns dann tatsächlich geholfen? Konnten wir im Vorfeld wissen, worauf wir einen Appetit haben werden und sind uns die Lebensmittel wirklich nicht schlecht geworden?

Was ist aus der Spontanität geworden? Warum haben wir verlernt, dass wir einen Tag nehmen, wie er ist? Warum können wir uns nicht danach richten, worauf wir Lust haben? Wieso ist unsere Intuition nicht unser ständiger Begleiter? Wäre die Intuition nicht der einzig wahre „Plan“, den wir in unserem Leben brauchen?

Mir ist bewusst, dass es Einiges gibt, das aufgrund der Arbeit nicht möglich ist. Sagen wir zumindest. Aber stimmt das? Oder ist das nur eine Ausrede?

Wenn du das Problem mit den Plänen nicht hast, dann kann ich dir nur gratulieren. Sei es nun, weil du deine Pläne immer einhalten kannst oder weil du sowieso spontan durchs Leben gehen kannst. Lass dir gesagt sein, dass dir somit ein Chaos in deinem Kopf erspart geblieben ist.

Solltest du dieses Chaos kennen, dann bist du nicht alleine. Sobald ich herausgefunden habe, wie man die Pläne gehen lassen kann, sage ich dir Bescheid.

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